Durch die Arbeit an und für Debian das ganze Jahrtausend schon wäre es schwer gewesen, Ubuntu über die Zeit hinweg nicht zu bemerken. Da das beheben von Fehlern im Interesse von allen Beteiligten ist, wurde ich in Bezug auf die Pakete, die ich in Debian betreue, neugierig, was für Fehler Ubuntu-Benutzer dagegen gemeldet haben könnten. Da ein nicht unwesentlicher Teil davon ebenfalls Debian betreffen, habe ich damit begonnen, diese ebenfalls zu beheben.
Es gibt jedoch so manchen Fehler-Status, den man als Außenseiter nicht verwenden kann, und da mein perfektionistischer Ansatz ungern Pakete in einem Release haben will, die sich in schlechter Form befinden, habe ich mir die Prozesse genauer betrachtet und darum angesucht, als Ubuntu-Entwickler aufgenommen zu werden, genauer gesagt als MOTU, was mir die Möglichkeit gibt, direkt SyncRequests abzusetzen statt nach einem Sponsor zu suchen, oder den »wontfix«-Status für Fehlerberichte in meinen Paketen zu verwenden, die einfach keinen Sinn machen, umgesetzt zu werden.
Vergangene Woche wurde ich in diesen Status aufgenommen und ich möchte mich für all die netten und ermutigenden Rückmeldungen auf dem Weg dorthin bedanken (inklusive einiger »Was? Ich dachte, du wärst schon seit Ewigkeiten MOTU??«-Antworten). Wir werden sehen, wie sehr ich es tatsächlich benötige, da mein Ansatz es eher ist, die Unterschiede von Ubuntu zu eliminieren statt an ihnen zu arbeiten. Ich verstehe jedoch ganz gut, dass diese in Zeiten kurz vor den Releases notwendig sein können, wie sich auch recht gut darin zeigt, dass das Paket, in das ich am meisten Einsatz investiere ((wesnoth-1.8), einen Ubuntu-Unterschied im neuesten Lucid-Release aufweist. Und da sich Ubuntu bereits im Debian-Import-Freeze befindet, hab ich gleich mal um einen SyncRequest für gitolite angesucht.
Danke für die rasche und eher unbürokratische Aufnahme! Und nein, Laney, ich werde den Vortrag morgen deshalb trotzdem nicht alleine abhalten. ;)
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